
Looking for "M"
In the last 30 years, the so called Community Art
became a very common and widely used artistic praxis. The methods to
stabilise the artistic
process of involving the small communities included the highlighting
of their social and ethnical situation on the one hand and using
the new media for documentation on the other hand. Often, the artistic
process also included an intense research of social phenomenon
and
led sometimes
to a discovery of unknown or hidden information. In the mean time
the praxis of so called sensationalist journalism became more aggressive
- due to the needs of a media landscape with non-stop broadcasting
of information on aspects of politics, economy, sports, the illustration
of the everyday life, super stars and new formats such as "docu
soap" or reality TV. Art of the so called "ethnographic turn" that
has a documentaristic attitude, shoul.d face this rapid development.
Looking for "M" is a project responding to the artistic
and media development.
It is a response to the numerous works about the situation of migrants
and migratory processes in a globalised world that are trying to explain
their situation. Looking for "M" is some kind of restart
and an experiments to develope an alternative way to handle the development.
Looking for "M" project will open a natural view to "looking
for" those minorities without creating an "Artistic self portrait
of the community".
Looking for "M" project will offer the possibility of interactivity
so that the audience can make its own portraits of the community - reflecting
the information given by the community itself without the director's "censorship".
Looking for "M" will invite the audience to participate in the
artist's journey during his search to find the "Mennonites community".
Part one is a video which is an adventure in a small city in the North
of Mexico that is surrounded by Mennonites colonies. A journalist arrives
in the city, obviously looking for somebody. He meets several people asking
them to show him the way to find the Mennonites. In the mean time the Mennonites
are doing their daily routine. Finally they meet, but there is noting to
say, just silence.
Part two is mapping the research on Mennonites. The mapping will illustrate
the information giving by the communities and found footages.

Auf der Suche nach „M“
Die Mennoniten gehören zu den christlichen Gemeinden der Wiedertäufer
(Anabaptisten) und sind benannt nach Menno Simons (1496-1561), obwohl
seine Lehren nur vergleichsweise geringen Einfluss auf die Gemeinde hatten.
Es gibt weltweit etwa 1,5 Millionen Mennoniten, mit den größten
Gemeinden in den USA und in der Demokratischen Republik Kongo, eng miteinander
verbundene mennonitische Gemeinden gibt es aber noch in mindestens 51
weiteren Ländern, unter anderem im Norden Mexikos, im Staat Chihuahua.
Zwar profitierten die Mennoniten bei ihrer Ankunft in Mexiko von der ökonomischen
Basis, die ihnen das Gastgeberland zur Verfügung stellte, ihre Religion
aber war für sie Anlass zur Selbst-Ghettoisierung und kulturellen
Isolation.
Während das Erlernen der Landessprache üblicherweise eine Notwendigkeit
für die Integration darstellt, haben die Menoniten ihre eigene Sprache
und deren Wurzeln beschützt, mit der Besonderheit, dass ihre Sprache
eine rein gesprochene Sprache ist, die nicht geschrieben wird. Dadurch
verlangt ihre Sprache persönlichen Kontakt, permanenten Dialog von
Angesicht zu Angesicht. Das erste Buch, das in ihrer Sprache Plautdietsch
(Plattdeutsch) geschrieben wurde, war die Bibel, gefolgt von einigen
anderen Büchern rein religiösen Inhalts.
Die wiederholte Übersetzung der Bibel, zuerst ins Lateinische, dann
ins Deutsche und von dort ins Plautdietsch, führte zu einer Reihe
von Interpretationen und zum Verlust von einigen Originalinhalten. Der
technologische Fortschritt brachte außerdem Englisch als weitere
Sprache mit sich. Die Kombination aus gesprochenem Plautdietsch, der
religiösen Literatur und englischer Texte brachte eine Art neuer
Sprache der in der hispanischen Kultur lebenden Anderen hervor. Diese
hat aber nicht die Funktion einer „Leitkultur“ für diese
Minderheit von Migranten. Gleichzeitig hat die Isolation der Mennoniten
in ihrer neuen Umgebung zu einem gewissen Heraustreten aus der alten
deutschen Kultur, die sie zurückgelassen haben, mit sich gebracht.
In diesem Sinne sind sie weder verwandt mit der (deutschen) Kultur aus
der sie stammen, noch mit der mexikanischen, sondern haben stattdessen
eine eigene Kultur von artifizieller Besonderheit hervorgebracht. Diese
beinhaltet auch die Utopie von Kontinuität und Dauerhaftigkeit von
Werten und sozialen Normen ohne Veränderung. Alles, was Veränderung
mit sich bringen könnte, sei es von außerhalb oder innerhalb
der Gemeinde, wird als alptraumhafte und existentielle Bedrohung gesehen.
Trotzdem hat sich die Veränderung nicht aufhalten lassen: Sowohl
die ökonomische als auch die technologische Entwicklung, inklusive
der Massenmedien und der IT-Technologie, haben die Ästhetik der
Mennonitengemeinde in Mexiko beeinflusst, und haben eine moderne Form
des Machismo und der Männlichkeit hervorgebracht. Diese besondere
Art der Männlichkeit resultiert aus dem Bedürfnis nach Sicherheit
und Schutz vor dem anderen. So wird diese Männlichkeit zu einem
kollektiven Verhalten. Gleichzeitig werden die Mennoniten aber auch mit
besonderem Argwohn betrachtet und sind Gegenstand ständiger Beobachtung.
Auf ihrem Anderssein wird bestanden und dies führt zu einer besonderen
Form der Fremdenfeindlichkeit – eine weit verbreitete Technik von
Gastgeberländern zum Erhalt der Distanz.
Angesichts dieser Phänomene auf beiden Seiten der heutigen Gesellschaft
im Norden Mexikos ist Entekhabis Auf der Suche nach „M“ der
Versuch eines Neustarts, ein Experiment zur Entwicklung einer Alternative
zu dieser Entwicklung:
In den letzten 30 Jahren ist „Community Art“ zu einer sehr üblichen
und weit verbreiteten künstlerischen Praxis geworden. Sie dient
zur Stabilisierung des künstlerischen Prozesses durch Einbeziehung
kleiner Gemeinden, inklusive der Hervorhebung ihrer sozialen und ethnischen
Situation auf der einen und dem Einsatz Neuer Medien für die Dokumentation
auf der anderen Seite. Oft beinhaltet der künstlerische Prozess
auch eine intensive Recherche nach sozialen Phänomenen, die manchmal
zur Entdeckung unbekannter oder versteckter Informationen führt.
Gleichzeitig wird der Sensationsjournalismus immer aggressiver, dies
hat zu tun mit dem Bedarf der heutigen Medienlandschaft, die non-stop
neue Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport bringt und braucht
das alltägliche Leben sowie das Leben von Superstars illustriert,
und neue Formate kreiert wie Reality-TV und „Doku-Soaps“.
Kunst, die diesen „ethnografischen Ansatz“ mit einer dokumentarischen
Vorgehensweise verfolgt, sollte sich dieser neuen, schnellen Entwicklung
stellen.
Auf der Suche nach „M“ ist ein Projekt, das versucht, Antworten
auf die Entwicklung der Kunst und der Medien zu geben. Es ist eine Antwort
auf die vielzähligen Arbeiten, die versuchen, die Situation von
Migranten und migratorische Prozesse in einer globalisierten Welt zu
erklären.
Auf der Suche nach „M“ eröffnet einen natürlichen
Blick auf die „Suche nach“ solchen Minderheiten, ohne dabei
eine „künstlerisches Selbstportrait der Gemeinde“ zu
entwerfen.
Auf der Suche nach „M“ wird die Möglichkeit der Interaktivität
bieten, so dass das Publikum sich anhand der Reflexion der Informationen,
die die Gemeinde selbst gibt, seine eigenen Bilder machen kann – ohne „Zensur“ des
Regisseurs.
Auf der Suche nach „M“ lädt das Publikum dazu ein, sich
an der Reise des Künstlers auf seiner Suche nach der „Mennonitischen
Gemeinde“ zu beteiligen.
Auf der Suche nach „M“ ist ein road movie, ein Abenteuer
in einer kleinen Stadt im Norden von Mexiko, die von mennonitischen Kolonien
umgeben ist. Die Inspirationsquelle für den Film ist das generelle
Klischee von Mexiko, das in verschiedenen Hollywoodfilmen erschaffen
wurde. Ein Journalist trifft in der Stadt ein, offensichtlich auf der
Suche nach jemandem. Er trifft verschiedene Leute, die er in hartnäckiger
und stereotyper Weise fragt, ob sie ihm den Weg zu den Mennoniten zeigen
können. Durch den Einsatz von Gewalt gelingt es ihm, mehr Informationen
aus den Leuten herauszuholen, als diese ihm eigentlich geben wollten – um
so seine eigene sensationelle Story schreiben zu können.
Auf der
Suche nach “M” © Shahram Entekhabi in Zusammenarbeit
mit der Casa del Lago Juan José Arreola, Mexiko-Stadt, und dem
Goethe-Institut Mexiko.

Buscando a "M"
Los Menonitas son una denominación del grupo de Anabaptistas Cristianos
nombrados de ese modo a partir de Menno Simons (1496–1561), aunque sus
enseñanzas tuvieron una influencia relativamente menor para el grupo.
Existen cerca de 1.5 millones de Menonitas alrededor del mundo con un mayor número
de población en Estados Unidos y la República Democrática
del Congo, pero los Menonitas pueden también ser encontrados en comunidades
muy unidas en al menos 51 países, incluyendo el norte de México,
en el estado de Chihuahua.
Cuando llegaron a México, los Menonitas pudieron beneficiarse de la base
económica proporcionada por el país que los acogió, mientras
que la religión se convirtió en un causal de auto-guetoisación
y aislamiento cultural. Mientras generalmente el lenguaje es una necesidad para
la integración, los Menonitas pudieron proteger sus raíces linguales,
con el inconveniente de que ellos no escriben su propio lenguaje, solo lo hablan.
De manera que la lengua crea la necesidad del contacto cara a cara, para un diálogo
personal permanente.
El primer libro que fue escrito en Plattdeutsch fue la biblia, seguida por otros
libros de contenido religioso. La constante traducción de la Biblia del
Latín al Alemán al Plattdeutsch incluye una variedad de interpretaciones
y la pérdida del contenido original. En adición, el desarrollo
tecnológico trajo con él el idioma Inglés. La combinación
del Plattdeutsch hablado, la literatura religiosa y el asunto del Inglés
tecnológico impreso creó una clase de nuevo lenguaje del otro,
viviendo un la cultura hispánica que no tiene la función de "Leitkultur" (cultura
líder) para la minoría migrante. Al mismo tiempo, la situación
de aislamiento de los Menonitas en un Nuevo ámvito creó una transgresión
particular de la vieja cultura Alemana que dejaron atrás. En este sentido,
no estan ni relacionados con su cultura original (la alemana) ni la cultura de
México sino formaron una cultura artificial formada de particularidades.
Esto incluye la utopia de la permanencia y continuidad de conservar los valores
y patrones de un comportamiento social sin cambios. Nadapudo traer el cambio,
ni del exterior ni del interior de la comunidad fue visto como una total pesadilla
y peligro para su existencia. Pero el cambio fue inevitable: El desarrollo tecnológico
y económico, incluyendo los medios masivos de comunicación y la
tecnología IT influye el desarrollo estético de la comunidad Menonita
en México y los dirige hacia una forma moderna de machismo y masculinidad
en la colonia. Esta forma particular de masculinidad esta basada en la necesidad
de seguridad y protección contra el otro. Esto hace de la masculinidad
un comportamiento colectivo. Por otro lado, los Menonitas se han encontrado con
una suspicacia particular yse han convertido en objeto de observación
permanente para insistir en su “ser el otro” para crear y apoyar
una forma especial de xenofobia –una “técnica” bastante
usada por los países anfitriones para guardar la distancia.
Al ver este fenómeno en ambos lados de la sociedad contemporánea
del norte de México, el proyecto Buscando a “M” de Entekhabi
es una especie de reinicio y un experimento para desarrollar una manera alternativa
de afrontar el desarrollo:
En los últimos 30 años, la tan nombrada Comunidad Artística
se convirtió en una praxis artística muy común y ampliamente
usada. Los métodos para estabilizar el proceso artístico de involucrar
a las pequeñas comunidades incluyó por un lado el énfasis
en su situación étnica y social y por el otro el uso de nuevos
medios para documentación.
Frecuentemente, el proceso artístico también incluyó una
intensa investigación del fenómeno social, lo cual lleva algunas
veces a descubrir información desconocida o escondida. Mientras tanto
la praxis del tan sonado periodismo sensacionalista se hizo más agresiva –debido
a las necesidades de los medios masivos de comunicación (media-landscape-paisaje
mediático) con transmisiones continuas de información sobre aspectos
de política, economía, deportes, la ilustración de la vida
diaria, súper estrellas y nuevos formatos como los "docu-telenovelas" o
los realities. El arte del tan conocido “giro etnográfico” que
tiene una actitud documentalista, debe encarar este desarrollo tan rápido.
Buscando a "M" es un proyecto que responde al desarrollo artístico
y de los medios. Es un proyecto que responde a las numerosas obras acerca de
la situación de los migrantes y procesos de migración en un mundo
globalizado en el que están tratando de explicar su situación.
Buscando a "M" abrirá un modo natural de “buscar” a
esas minorías sin crear un “Autorretrato artístico de la
comunidad”.
Buscando a "M" es una especie de reinicio y experimento para desarrollar
un modo alternativo para manejar ese desarrollo.
El proyecto Buscando a “M” ofrecerá la posibilidad de interacción
de manera que el público podrá hacer sus propios retratos de la
comunidad –reflejando la información dada por la propia comunidad
sin la “censura” del director.
Buscando a “M” invitará a la audiencia a participar en el
viaje del artista durante su búsqueda para encontrar la “Comunidad
de los Menonitas”.
Buscando a “M” es una película que narra una aventura en una
pequeña ciudad del norte de México rodeada por colonias de Menonitas.
La base inspiracional de la película es el cliché general acerca
de México que se ha creado en varias películas Hollywoodenses.
Un periodista llega a la ciudad, obviamente buscando a alguien. Él encuentra
a varias personas a las que de manera obstinada y estereotipada les pregunta
cómo puede encontrar a los Menonitas. Por medio de la violencia, él
es capaz de conseguir más información de la gente que la que estaban
dispuestos a darle inicialmente –para crear su propia historia sensacionalista.
Buscando a "M"
©
Shahram Entekhabi en colaboración con Casa del Lago Juan José Arreola,
Ciudad de México, Mexico