Looking for 'M' Installation © Shahram Entekhabi 2008

- Part I
Looking for "M"
Single channel video, duration 50:00 min., colour/sound, no dialogue
looking for 'M', by ©shahram entekhabi 2008 looking for 'M', by ©shahram entekhabi 2008 looking for 'M', by ©shahram entekhabi 2008 looking for 'M', by ©shahram entekhabi 2008 looking for 'M', by ©shahram entekhabi 2008
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- Part II
BACKROOM Installation

Bed, desk, chair, clothes, various accessories of main protagonist and video set
looking for 'M', by ©shahram entekhabi 2008
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- Part III
'M' map, and BACKROOM videos #01-10
Map, 200 cm x 350 cm, wall painting, acrylic
Ten videos, duration 8:00 min each., colour/sound, language Spanish with English subtitles
looking for 'M', by ©shahram entekhabi 2008
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- Part IV
'M' poster
Film poster, 80 cm x 120 cm, digital print
looking for 'M', by ©shahram entekhabi 2008
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In collaboration with CASA DEL LAGO Juan José Arreola, Mexico City and Goethe-Institut México

 

Looking for "M"
In the last 30 years, the so called Community Art became a very common and widely used artistic praxis. The methods to stabilise the artistic process of involving the small communities included the highlighting of their social and ethnical situation on the one hand and using the new media for documentation on the other hand. Often, the artistic process also included an intense research of social phenomenon and led sometimes to a discovery of unknown or hidden information. In the mean time the praxis of so called sensationalist journalism became more aggressive - due to the needs of a media landscape with non-stop broadcasting of information on aspects of politics, economy, sports, the illustration of the everyday life, super stars and new formats such as "docu soap" or reality TV. Art of the so called "ethnographic turn" that has a documentaristic attitude, shoul.d face this rapid development.
Looking for "M" is a project responding to the artistic and media development.
It is a response to the numerous works about the situation of migrants and migratory processes in a globalised world that are trying to explain their situation. Looking for "M" is some kind of restart and an experiments to develope an alternative way to handle the development.
Looking for "M" project will open a natural view to "looking for" those minorities without creating an "Artistic self portrait of the community".
Looking for "M" project will offer the possibility of interactivity so that the audience can make its own portraits of the community - reflecting the information given by the community itself without the director's "censorship".
Looking for "M" will invite the audience to participate in the artist's journey during his search to find the "Mennonites community".
Part one is a video which is an adventure in a small city in the North of Mexico that is surrounded by Mennonites colonies. A journalist arrives in the city, obviously looking for somebody. He meets several people asking them to show him the way to find the Mennonites. In the mean time the Mennonites are doing their daily routine. Finally they meet, but there is noting to say, just silence.
Part two is mapping the research on Mennonites. The mapping will illustrate the information giving by the communities and found footages.


Auf der Suche nach „M“

Die Mennoniten gehören zu den christlichen Gemeinden der Wiedertäufer (Anabaptisten) und sind benannt nach Menno Simons (1496-1561), obwohl seine Lehren nur vergleichsweise geringen Einfluss auf die Gemeinde hatten. Es gibt weltweit etwa 1,5 Millionen Mennoniten, mit den größten Gemeinden in den USA und in der Demokratischen Republik Kongo, eng miteinander verbundene mennonitische Gemeinden gibt es aber noch in mindestens 51 weiteren Ländern, unter anderem im Norden Mexikos, im Staat Chihuahua.
Zwar profitierten die Mennoniten bei ihrer Ankunft in Mexiko von der ökonomischen Basis, die ihnen das Gastgeberland zur Verfügung stellte, ihre Religion aber war für sie Anlass zur Selbst-Ghettoisierung und kulturellen Isolation.
Während das Erlernen der Landessprache üblicherweise eine Notwendigkeit für die Integration darstellt, haben die Menoniten ihre eigene Sprache und deren Wurzeln beschützt, mit der Besonderheit, dass ihre Sprache eine rein gesprochene Sprache ist, die nicht geschrieben wird. Dadurch verlangt ihre Sprache persönlichen Kontakt, permanenten Dialog von Angesicht zu Angesicht. Das erste Buch, das in ihrer Sprache Plautdietsch (Plattdeutsch) geschrieben wurde, war die Bibel, gefolgt von einigen anderen Büchern rein religiösen Inhalts.
Die wiederholte Übersetzung der Bibel, zuerst ins Lateinische, dann ins Deutsche und von dort ins Plautdietsch, führte zu einer Reihe von Interpretationen und zum Verlust von einigen Originalinhalten. Der technologische Fortschritt brachte außerdem Englisch als weitere Sprache mit sich. Die Kombination aus gesprochenem Plautdietsch, der religiösen Literatur und englischer Texte brachte eine Art neuer Sprache der in der hispanischen Kultur lebenden Anderen hervor. Diese hat aber nicht die Funktion einer „Leitkultur“ für diese Minderheit von Migranten. Gleichzeitig hat die Isolation der Mennoniten in ihrer neuen Umgebung zu einem gewissen Heraustreten aus der alten deutschen Kultur, die sie zurückgelassen haben, mit sich gebracht. In diesem Sinne sind sie weder verwandt mit der (deutschen) Kultur aus der sie stammen, noch mit der mexikanischen, sondern haben stattdessen eine eigene Kultur von artifizieller Besonderheit hervorgebracht. Diese beinhaltet auch die Utopie von Kontinuität und Dauerhaftigkeit von Werten und sozialen Normen ohne Veränderung. Alles, was Veränderung mit sich bringen könnte, sei es von außerhalb oder innerhalb der Gemeinde, wird als alptraumhafte und existentielle Bedrohung gesehen. Trotzdem hat sich die Veränderung nicht aufhalten lassen: Sowohl die ökonomische als auch die technologische Entwicklung, inklusive der Massenmedien und der IT-Technologie, haben die Ästhetik der Mennonitengemeinde in Mexiko beeinflusst, und haben eine moderne Form des Machismo und der Männlichkeit hervorgebracht. Diese besondere Art der Männlichkeit resultiert aus dem Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz vor dem anderen. So wird diese Männlichkeit zu einem kollektiven Verhalten. Gleichzeitig werden die Mennoniten aber auch mit besonderem Argwohn betrachtet und sind Gegenstand ständiger Beobachtung. Auf ihrem Anderssein wird bestanden und dies führt zu einer besonderen Form der Fremdenfeindlichkeit – eine weit verbreitete Technik von Gastgeberländern zum Erhalt der Distanz.
Angesichts dieser Phänomene auf beiden Seiten der heutigen Gesellschaft im Norden Mexikos ist Entekhabis Auf der Suche nach „M“ der Versuch eines Neustarts, ein Experiment zur Entwicklung einer Alternative zu dieser Entwicklung:
In den letzten 30 Jahren ist „Community Art“ zu einer sehr üblichen und weit verbreiteten künstlerischen Praxis geworden. Sie dient zur Stabilisierung des künstlerischen Prozesses durch Einbeziehung kleiner Gemeinden, inklusive der Hervorhebung ihrer sozialen und ethnischen Situation auf der einen und dem Einsatz Neuer Medien für die Dokumentation auf der anderen Seite. Oft beinhaltet der künstlerische Prozess auch eine intensive Recherche nach sozialen Phänomenen, die manchmal zur Entdeckung unbekannter oder versteckter Informationen führt. Gleichzeitig wird der Sensationsjournalismus immer aggressiver, dies hat zu tun mit dem Bedarf der heutigen Medienlandschaft, die non-stop neue Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport bringt und braucht das alltägliche Leben sowie das Leben von Superstars illustriert, und neue Formate kreiert wie Reality-TV und „Doku-Soaps“. Kunst, die diesen „ethnografischen Ansatz“ mit einer dokumentarischen Vorgehensweise verfolgt, sollte sich dieser neuen, schnellen Entwicklung stellen.
Auf der Suche nach „M“ ist ein Projekt, das versucht, Antworten auf die Entwicklung der Kunst und der Medien zu geben. Es ist eine Antwort auf die vielzähligen Arbeiten, die versuchen, die Situation von Migranten und migratorische Prozesse in einer globalisierten Welt zu erklären.
Auf der Suche nach „M“ eröffnet einen natürlichen Blick auf die „Suche nach“ solchen Minderheiten, ohne dabei eine „künstlerisches Selbstportrait der Gemeinde“ zu entwerfen.
Auf der Suche nach „M“ wird die Möglichkeit der Interaktivität bieten, so dass das Publikum sich anhand der Reflexion der Informationen, die die Gemeinde selbst gibt, seine eigenen Bilder machen kann – ohne „Zensur“ des Regisseurs.
Auf der Suche nach „M“ lädt das Publikum dazu ein, sich an der Reise des Künstlers auf seiner Suche nach der „Mennonitischen Gemeinde“ zu beteiligen.
Auf der Suche nach „M“ ist ein road movie, ein Abenteuer in einer kleinen Stadt im Norden von Mexiko, die von mennonitischen Kolonien umgeben ist. Die Inspirationsquelle für den Film ist das generelle Klischee von Mexiko, das in verschiedenen Hollywoodfilmen erschaffen wurde. Ein Journalist trifft in der Stadt ein, offensichtlich auf der Suche nach jemandem. Er trifft verschiedene Leute, die er in hartnäckiger und stereotyper Weise fragt, ob sie ihm den Weg zu den Mennoniten zeigen können. Durch den Einsatz von Gewalt gelingt es ihm, mehr Informationen aus den Leuten herauszuholen, als diese ihm eigentlich geben wollten – um so seine eigene sensationelle Story schreiben zu können.

Auf der Suche nach “M” © Shahram Entekhabi in Zusammenarbeit mit der Casa del Lago Juan José Arreola, Mexiko-Stadt, und dem Goethe-Institut Mexiko.


Buscando a "M"

Los Menonitas son una denominación del grupo de Anabaptistas Cristianos nombrados de ese modo a partir de Menno Simons (1496–1561), aunque sus enseñanzas tuvieron una influencia relativamente menor para el grupo. Existen cerca de 1.5 millones de Menonitas alrededor del mundo con un mayor número de población en Estados Unidos y la República Democrática del Congo, pero los Menonitas pueden también ser encontrados en comunidades muy unidas en al menos 51 países, incluyendo el norte de México, en el estado de Chihuahua.
Cuando llegaron a México, los Menonitas pudieron beneficiarse de la base económica proporcionada por el país que los acogió, mientras que la religión se convirtió en un causal de auto-guetoisación y aislamiento cultural. Mientras generalmente el lenguaje es una necesidad para la integración, los Menonitas pudieron proteger sus raíces linguales, con el inconveniente de que ellos no escriben su propio lenguaje, solo lo hablan. De manera que la lengua crea la necesidad del contacto cara a cara, para un diálogo personal permanente.
El primer libro que fue escrito en Plattdeutsch fue la biblia, seguida por otros libros de contenido religioso. La constante traducción de la Biblia del Latín al Alemán al Plattdeutsch incluye una variedad de interpretaciones y la pérdida del contenido original. En adición, el desarrollo tecnológico trajo con él el idioma Inglés. La combinación del Plattdeutsch hablado, la literatura religiosa y el asunto del Inglés tecnológico impreso creó una clase de nuevo lenguaje del otro, viviendo un la cultura hispánica que no tiene la función de "Leitkultur" (cultura líder) para la minoría migrante. Al mismo tiempo, la situación de aislamiento de los Menonitas en un Nuevo ámvito creó una transgresión particular de la vieja cultura Alemana que dejaron atrás. En este sentido, no estan ni relacionados con su cultura original (la alemana) ni la cultura de México sino formaron una cultura artificial formada de particularidades. Esto incluye la utopia de la permanencia y continuidad de conservar los valores y patrones de un comportamiento social sin cambios. Nadapudo traer el cambio, ni del exterior ni del interior de la comunidad fue visto como una total pesadilla y peligro para su existencia. Pero el cambio fue inevitable: El desarrollo tecnológico y económico, incluyendo los medios masivos de comunicación y la tecnología IT influye el desarrollo estético de la comunidad Menonita en México y los dirige hacia una forma moderna de machismo y masculinidad en la colonia. Esta forma particular de masculinidad esta basada en la necesidad de seguridad y protección contra el otro. Esto hace de la masculinidad un comportamiento colectivo. Por otro lado, los Menonitas se han encontrado con una suspicacia particular yse han convertido en objeto de observación permanente para insistir en su “ser el otro” para crear y apoyar una forma especial de xenofobia –una “técnica” bastante usada por los países anfitriones para guardar la distancia.
Al ver este fenómeno en ambos lados de la sociedad contemporánea del norte de México, el proyecto Buscando a “M” de Entekhabi es una especie de reinicio y un experimento para desarrollar una manera alternativa de afrontar el desarrollo:
En los últimos 30 años, la tan nombrada Comunidad Artística se convirtió en una praxis artística muy común y ampliamente usada. Los métodos para estabilizar el proceso artístico de involucrar a las pequeñas comunidades incluyó por un lado el énfasis en su situación étnica y social y por el otro el uso de nuevos medios para documentación.
Frecuentemente, el proceso artístico también incluyó una intensa investigación del fenómeno social, lo cual lleva algunas veces a descubrir información desconocida o escondida. Mientras tanto la praxis del tan sonado periodismo sensacionalista se hizo más agresiva –debido a las necesidades de los medios masivos de comunicación (media-landscape-paisaje mediático) con transmisiones continuas de información sobre aspectos de política, economía, deportes, la ilustración de la vida diaria, súper estrellas y nuevos formatos como los "docu-telenovelas" o los realities. El arte del tan conocido “giro etnográfico” que tiene una actitud documentalista, debe encarar este desarrollo tan rápido.
Buscando a "M" es un proyecto que responde al desarrollo artístico y de los medios. Es un proyecto que responde a las numerosas obras acerca de la situación de los migrantes y procesos de migración en un mundo globalizado en el que están tratando de explicar su situación.
Buscando a "M" abrirá un modo natural de “buscar” a esas minorías sin crear un “Autorretrato artístico de la comunidad”.
Buscando a "M" es una especie de reinicio y experimento para desarrollar un modo alternativo para manejar ese desarrollo.
El proyecto Buscando a “M” ofrecerá la posibilidad de interacción de manera que el público podrá hacer sus propios retratos de la comunidad –reflejando la información dada por la propia comunidad sin la “censura” del director.
Buscando a “M” invitará a la audiencia a participar en el viaje del artista durante su búsqueda para encontrar la “Comunidad de los Menonitas”.
Buscando a “M” es una película que narra una aventura en una pequeña ciudad del norte de México rodeada por colonias de Menonitas. La base inspiracional de la película es el cliché general acerca de México que se ha creado en varias películas Hollywoodenses. Un periodista llega a la ciudad, obviamente buscando a alguien. Él encuentra a varias personas a las que de manera obstinada y estereotipada les pregunta cómo puede encontrar a los Menonitas. Por medio de la violencia, él es capaz de conseguir más información de la gente que la que estaban dispuestos a darle inicialmente –para crear su propia historia sensacionalista.
Buscando a "M"
© Shahram Entekhabi en colaboración con Casa del Lago Juan José Arreola, Ciudad de México, Mexico

Writing and directed by Shahram Entekhabi
Camera by Rafael Bernal Cusi
Music by Markus Huebner

Staring:
Shahram Entekhabi,
and Rafael Bernal Cusi
Also: Adrian Sobrino Reyes, Antonia García de León, Cindy Arias, Elvira Ximena Alarcón, Emilio Dalmau Molina, Francisco Venzor, Ing. Roberto Acosta González, Linda Jiménez Fierro, Lt. Col. (Ret.) Juan F. González, Miguel Muñoz Alarcón, Salvador Corona, Siria Ledezma, Tina Wall, Presidente Municipal Hernández Arzaga, , Dr. Germán Guadalupe Chávez
And: Zuleyma GilSayra, Arias, Karina Saldaña y Fabián Jiménez, Jesús José Barraza, Los 3 de Guachochi:
Salvador Arias Corral, Mario Cruz Sierra, Ricardo González Palma Ciudad
© Shahram Entekhabi en colaboración con Casa del Lago Juan José 2008 Arreola, Ciudad de México, Mexico