In ‘walkout pm’, 24 photographs
of a migrant are projected on the painting of a closed factory. Slowly
the man vanishes.
‘
Walkout pm’ finds its basis in an historical circumstance: After
the 2nd world war, the Federal Republic of Germany summoned guest-workers
in the late 1940s to help reconstructing the land.
Through lingual, cultural and educational borders, the majority of these
working migrants are blocked from qualified jobs which forces them to take
lower occupations in factories. This evaluates a capitalistic working esthetic:
migrants are as long welcome to Germany as they are productive. Although
Germany’s economic stagnation, migrants stayed and now live in an
intermediate world between home and foreigner.
The work ‘walkout pm’ with its 24 images is shown on a model
of an projector, built in the GDR (German Democratic Republic) between
1946 and 1980. Each picture has to be moved manually, which stands in context
with physical work.
With his work, Entekhabi goes back to an important moment in history, that
occurred a big effect on the social state for these days.
installation, acrylic paint
on canvas (60 x 80 cm), GDR
projector "Jugendbildwerfer Pouva Magica"
(24 x 16 x 28 cm), 24 slides
In "walkout pm" werden 24 Bilder eines Migranten auf die malerische
Ansicht einer stillgelegten Fabrik projiziert, bis die Figur verschwindet.
Hier deutet sich die historische Tatsache an, dass durch die BRD-Regierung
seit den späten 40er Jahren "Gastarbeiter" zum Wiederaufbau
herbeigerufen wurden. Viele Migranten, deren sprachliche, kulturelle und
Bildungsmäßige Barrieren ihnen vielfach den Zugang zu qualifizierter
Arbeit verwehrten, nahmen rasch ungelernte Beschäftigung, wie Fabrikarbeit,
an, wodurch sich die kapitalistische Arbeitsethik verfestigte, dass Immigranten
nur solange willkommen sind, wie sie produktiv sind. Trotz gegensätzlicher
Erwartungen blieben viele Migranten auch nach den Einbrüchen auf
den Arbeitsmärkten im Westen und leben in einer Art Zwischenzustand
zwischen Heimat und Fremde.
"walkout pm" kommentiert auch die Geschichte des bewegten Bildes:
Die Anzahl der projizierten Bilder nimmt Bezug darauf, dass im Film 24
Bilder/sec. dem Auge Bewegung vortäuschen. Gleichzeitig hat auch
der Projektor, der in der DDR zwischen 1946-1980 gebaut wurde, einen Bezug
zu physischer Arbeit, den der Bildstreifen muss manuell bewegt werden,
um die Bilder zum "Laufen" zu bringen.
Entekhabi rekurriert damit auf einen entscheidenden historischen Augenblick
mit großem Nachhall auf seine aktuellen Belange und den gegenwärtigen
Zustand seiner Gesellschaft.
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