walkout pm
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© Shahram Entekhabi 2006


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installation view painting
 
slides

In ‘walkout pm’, 24 photographs of a migrant are projected on the painting of a closed factory. Slowly the man vanishes.
‘ Walkout pm’ finds its basis in an historical circumstance: After the 2nd world war, the Federal Republic of Germany summoned guest-workers in the late 1940s to help reconstructing the land.
Through lingual, cultural and educational borders, the majority of these working migrants are blocked from qualified jobs which forces them to take lower occupations in factories. This evaluates a capitalistic working esthetic: migrants are as long welcome to Germany as they are productive. Although Germany’s economic stagnation, migrants stayed and now live in an intermediate world between home and foreigner.
The work ‘walkout pm’ with its 24 images is shown on a model of an projector, built in the GDR (German Democratic Republic) between 1946 and 1980. Each picture has to be moved manually, which stands in context with physical work.
With his work, Entekhabi goes back to an important moment in history, that occurred a big effect on the social state for these days.

installation, acrylic paint on canvas (60 x 80 cm), GDR projector "Jugendbildwerfer Pouva Magica" (24 x 16 x 28 cm), 24 slides
 
 
In "walkout pm" werden 24 Bilder eines Migranten auf die malerische Ansicht einer stillgelegten Fabrik projiziert, bis die Figur verschwindet. Hier deutet sich die historische Tatsache an, dass durch die BRD-Regierung seit den späten 40er Jahren "Gastarbeiter" zum Wiederaufbau herbeigerufen wurden. Viele Migranten, deren sprachliche, kulturelle und Bildungsmäßige Barrieren ihnen vielfach den Zugang zu qualifizierter Arbeit verwehrten, nahmen rasch ungelernte Beschäftigung, wie Fabrikarbeit, an, wodurch sich die kapitalistische Arbeitsethik verfestigte, dass Immigranten nur solange willkommen sind, wie sie produktiv sind. Trotz gegensätzlicher Erwartungen blieben viele Migranten auch nach den Einbrüchen auf den Arbeitsmärkten im Westen und leben in einer Art Zwischenzustand zwischen Heimat und Fremde.
"walkout pm" kommentiert auch die Geschichte des bewegten Bildes: Die Anzahl der projizierten Bilder nimmt Bezug darauf, dass im Film 24 Bilder/sec. dem Auge Bewegung vortäuschen. Gleichzeitig hat auch der Projektor, der in der DDR zwischen 1946-1980 gebaut wurde, einen Bezug zu physischer Arbeit, den der Bildstreifen muss manuell bewegt werden, um die Bilder zum "Laufen" zu bringen.
Entekhabi rekurriert damit auf einen entscheidenden historischen Augenblick mit großem Nachhall auf seine aktuellen Belange und den gegenwärtigen Zustand seiner Gesellschaft.

 


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